Mittwoch, 23. März 2011

die "unabhängige" Zeitung

vor paar wochen durfte ich mir nen vortrag anhören über die unabhängigkeit unserer zeitung. ich wollte es sogar glauben, was mir dieser redakteur erzählte, aber das ist nun vorbei.
nix mit unabhängig und alle interessen vertretend, nein, die leut bei der zeitung schreiben das, was ihnen politisch genehm ist.

da stand am montag ne ausgiebige lobhudelei zum vg-bürgermeisterkandidaten in der zeitung. dieser bericht stand aber in krassem gegensatz zu dessen auftritt in mörsdorf bei der gemeinderatssitzung (siehe vorherigen post).

hinter dem zeitungsbericht könnte man einen souverän auftretenden menschen vermuten, der in der lage ist, die interessen derjenigen, die ihn jetzt wählen sollen, vertreten zu können. einen "mann des ausgleichs" nannte ihn der redakteur. (der mann ausm wald ist vor paar jahren bei weitem souveräner aufgetreten, der hat sein bürgermeistergehalt zu recht verdient, was auch immer ich sonst von ihm hielt)

was steckt da wohl hinter dem mann des ausgleichs?
er will keine konfrontation, sondern ausgleich; das ist im richtigen leben etwas, wo ich 100% mit konform gehe.
dummerweise findet in der politik das richtige leben nicht so wirklich statt. da wird an den menschen vorbei um vorteile gefeilscht und gekämpft - sonst hätte am montag nicht von ihm in der zeitung stehen können, er glaube nicht daran, daß die vg in den anstehenden diskussionen auseinanderbrechen werde. dabei wird es diese vg bald überhaupt nicht mehr geben.

passend für ihn fand ich seine einschätzung, die vg treis-karden sei keine region aus der retorte, man habe all die jahre gut harmoniert. mir zeigt das seine eingeschränkte sichtweise, bei der er die faust in der tasche eines teils der vg lieber mal nicht wahrgenommen hatte = heile welt durch die rosarote brille betrachtet.

die respektlosigkeit der politiker, mit der der hunsrücker bürgerwunsch abgeschmettert wird, hat er aber schon ganz gut drauf.

wobei ich zwischenzeitlich schon am zweifeln bin, ob unsere hunsrücker politiker noch daran interessiert sind, diesen bürgerwunsch weiter zu verfolgen und umzusetzen.

man hört so rein gar nix mehr, weder von den politikern noch in der zeitung.

eigentlich müßte doch hier ganz heftig die werbetrommel gerührt werden. 

wenns aber die hunsrücker gar net so wirklich wollen, warum soll ich mir dann nen kopp machen.

wenn das hier so weitergeht, wirds an dieser stelle net mehr viel zu lesen geben.

Freitag, 18. März 2011

diese Woche beim Gemeinderat

dieser tage war in mörsdorf gemeinderatssitzung.
eigentlich standen 2 themen auf der tagesordnung, der solidarpakt windkraft und unser brennholzthema. weil ich mit holz heize, mußte mich das natürlich interessieren.

dann wurde es aber noch an anderer stelle interessant. es stand nicht auf der tagesordnung, wurde aber trotzdem eingeschoben; daß unsere ratsmitglieder so flexibel sind, hatte ich bisher nicht erlebt. wenn ein bürger was will, was nicht auf der tagesordnung steht, wirds kurzerhand abgeschmettert - aber nicht in diesem fall.
es war nämlich hoher besuch da:
der 1. beigeordnete, herr kugel mit dem hochglanz-bürgermeisterkandidaten, herrn führ im schlepptau. von hochglanz blieb dann aber net mehr viel übrig.
(hochglanzkandidat deshalb weil wir mit der letzten "brücke" eine hochglanzbewerbung von herrn führ im briefkasten hatten mit mehrfachem hinweis auf die "augenhöhe" für die anstehenden verhandlungen).

schlecht vorbereitet auf die themen, die er vorzutragen hatte, er konnte auf fragen keine antworten geben, beim vortragen fast ständig unter sich schauend (ich wette, er hat gar net mitbekommen, wer seine zuhörer waren) und zum schluß fast fluchtartig den raum verlassend.
und dieser kandidat will "auf augenhöhe" verhandeln. was dabei wohl rauskommen mag.

er sollte den gemeinderat vom solidarpakt windkraft überzeugen. es gab diskussionsansätze, die recht schnell abgewürgt wurden. na ja, die abstimmung war ziemlich knapp; es gab nach wie vor viele enthaltungen, hat aber eben so gereicht.

dann erzählte er noch von der dsl-initiative - auch solch ein windei, dessen vorteile für mörsdorf ich noch nicht sehe. es wird teurer als unser funk-dsl und bringt auch net mehr, außer man nimmt nen teuren tarif. hier die inexio tarife
dieses vorhaben kostet aber nen schweinegeld bis das netz mal steht.

zur kommunalreform hatte er auch noch was zu erzählen der herr bürgermeisterkandidat. im april soll das gutachten, das herr minister bruch beauftragt hat, wohl fertig sein.
herr kugel erklärte uns noch, daß unser scheffe als mitglied der lenkungsgruppe gewählt worden sei als vertretung der hunsrückdörfer.
was mit der bürgerbeteiligung wird, davon war keine rede. ich konnte auch nicht fragen, denn unser scheffe bemühte sich, ganz schnell zum nächsten thema überzuleiten.

leider haben das alles nur die leute mitbekommen, die zufällig zur sitzung kamen, wärs in der tagesordnung gewesen, hätten sich möglicherweise noch mehr leute dafür interessiert.

Samstag, 5. März 2011

Wo ist die gesetzlich vorgeschriebene Bürgerbeteiligung??

nachdem ich mich lange zeit zurückhielt, hat mich heut wieder der schreibsturm überfallen:
auf der internetseite vom innenministerum hab ich heute beim thema kommunalreform ganz interessantes gelesen. da war von umfassender und ausgewogener information der bürger die rede, nicht von geheimverhandlungen und nichtöffentlichkeit des lenkungsausschusses und anderer "wichtiger" gremien.

das sollte unseren politikern mal pflichtlektüre werden.

es ist dort auch ein "leitfaden bürgerbeteiligung", bereitgestellt von herrn professor dr. ulrich sarcinelli und seinen mitarbeitern bei der uni koblenz/landau. 

bitte, wer bringt unseren politikern bei, daß sich die zeiten geändert haben?

Kommunalreform woanders

wir bekamen ja ziemlich eindringlich erzählt, auch von herrn minister bruch, daß nur komplette verbandsgemeinden verschoben werden können, alles andere sei sehr sehr schwierig.

schwierig sicherlich, wenn wir auf widerstände von anderen interessengruppen stoßen, aber sicherlich nicht unmöglich.
das der reform zugrunde liegende gesetz gibt auch andere möglichkeiten her.

nun hat es die verbandsgemeinde neumagen-dhron geschafft, sich selbst aufzulösen und die einzelnen gemeinden den umliegenden körperschaften zuzuordnen.
es sind noch nicht alle formalien geschafft, aber man ist dort auf einem guten weg.

sicher kann man die vg neumagen-dhron nicht mit der vg treis-karden vergleichen, es geht dort um nur wenige orte, es gab auch diskussionen um minheim, das mit sanierungsstau aufwartete und demzufolge in der nachbarschaft erstmal nicht so wirklich willkommen war.
das ist bei uns anders, wir sind willkommen aufm hunsrück :-)

hier zeitungsberichte zu diesem richtungsweisenden stück kommunalreform.
der trierische volksfreund berichtete:



und dann noch ein  swr-bericht zum anhören

auch in anderen gebietskörperschaften denkt man über aufteilungen nach, das ist bei uns bei weitem kein einzelfall, auch wenn unsere interessenvertreter von der mosel das uns so verkaufen wollen.

da haben trierer professoren mitgearbeitet - anscheinend mit mehr open mind als das in unserer vg möglich ist.


 schaun mer mal was wird ....

Es ist so still geworden aufm Hunsrück...

... zumindest was das thema kommunalreform angeht. 
ich bin auch schon gefragt worden, woran es läge, daß es hier nix neues zu lesen gibt. andererseits wurde mir auch schon signalisiert, daß ich als zugezogene doch etwas zurückhaltender mit meinen aktivitäten hier und dort sein sollte.

unsere örtlichen kommunalpolitiker hüllen sich in schweigen, vielleicht sind sie ja in geheimverhandlungen unterwegs, vielleicht wollen sie ja inzwischen auch lieber nach cochem verschoben werden ungeachtet der vielen mörsdorfer willensbekundungen per unterschrift, die ja nur klammheimlich, sozusagen unter ausschluß der öffentlichkeit herrn minister bruch übergeben werden durften - ich weiß es nicht.

wenn es denn wirklich geheimverhandlungen geben sollte, dann will ich diesen verhandlern mal zu bedenken geben, daß die zeichen der zeit anders stehen - die bürger wollen mitbeteiligt werden, oder zumindest mal informiert sein wie stand der dinge ist. 

herrschaft nach gutsherrenart, zelebriert von begnadeten selbstdarstellern war früher, stuttgart21 und etliche andere bürgeraktionen haben gezeigt, daß nicht mehr nach gutdünken über unsere köpfe hinwegregiert werden kann. der MÜNDIGE BÜRGER wird immer präsenter - und das ist auch gut so. der bürger kann aber selbst nix effektives dazutun, wenn er wie bisher dumm gehalten wird.

daß zur zeit überhaupt nix passiert an der kommunalreformfront glaub ich eher weniger, der künftige, noch zu wählende vg-bürgermeister ist ja jetzt schon schwer wichtig unterwegs und erzählt von der demokratischen entscheidung des vg-gemeinderates.
ist auch egal ob wir unser kreuzchen bei ja oder nein machen, den job hat er doch schon in der tasche. ich plädier aber trotzdem dafür, daß jeder seine meinung mit einem ehrlichen kreuzchen sagt. 

äußerungen gibts aber dankenswerterweise aus der anderen richtung, nachzulesen im  kastellauner amtsblatt von letzter woche auf seite 3.
ich kopier hier mal die entscheidenden passagen rein, hoffe ich darf das:
Der Verbandsgemeinderat bringt zum Ausdruck, dass die Hunsrückgemeinden auf die Verbandsgemeinde Kastellaun zählen können sobald und soweit sich der Prozess verdichtet.
Es ehrt die Verbandsgemeinde Kastellaun, dass sich die Hunsrückgemeinden aus der Verbandsgemeinde Treis-Karden für einen Anschluss an die Verbandsgemeinde Kastellaun interessieren. Die entscheidenden Initiativen müssen allerdings von den Ortsgemeinden Mörsdorf, Lahr, Lieg und Zilshausen ausgehen. Die weiteren Diskussionen und Entwicklungen insbesondere das Ergebnis des Gutachtens bleiben abzuwarten.

sehr nett, wie man uns in der vg kastellaun jetzt schon zum wiederholten mal willkommen heißt. es scheint aber auch dort schon aufgefallen zu sein, daß sich hier momentan nix bewegt. beim vg-rat kastellaun wird man erkannt haben, daß es keinen sinn macht zu warten, bis an der mosel was passiert ist, oder sich vertrösten zu lassen auf gutachten, die den willen der auftraggeber widerspiegeln, denn das wird vermutlich nicht mit unserem bürgermehrheitswillen konform gehen.

wieso ist hier eigentlich nix davon zu hören, daß in den dörfern der vg kastellaun werbung für unsere dörfer gemacht wird? immerhin brauchen wir doch deren zustimmung -
von nix kommt nix.

na ja, mir könnts ja eigentlich egal sein, vor 40 jahren war ich noch net hier - es wär halt praktisch, das eine oder andere mit nem kürzeren weg erreichen zu können. 
was interessieren mich aktionen in der eifel, ist doch viel zu weit weg - bei den benzinpreisen - lieber würde ich das veranstaltungsprogramm aus kastellaun im briefkasten haben. 
  
meine motivation, hier trotzdem weiterzuschreiben: 
es ist mir immer noch ziemlich wichtig, daß wir von unseren kommunalpolitikern mit dem uns bürgern gebührenden RESPEKT behandelt werden.

es bleibt weiterhin spannend...

Donnerstag, 17. Februar 2011

Strasse gesperrt nach Treis-Karden

wenn das mal nicht überdeutlich ist - mutter erde kommt den mörsdorfern argumentativ zu hilfe - mit einer strassensperre hier nachzulesen
riesige felsbrocken versperren die hauptstrecke zwischen mörsdorf und unserem derzeitigen verwaltungssitz. 

da brauchts keine weiteren erklärungen - spätestens jetzt müßtens auch unsere politiker kapieren - sogar ohne eingeschaltetes bauchgefühl.

Mittwoch, 16. Februar 2011

die Bürgernähe unserer Politiker

nach der morgendlichen zeitungslektüre mal wieder ein viertelstündchen schreibsturm:

nu isses raus, der einzige bürgermeisterkandidat ist der büroleiter, herr führ. ich hör schon die sektkorken bei den vg-paketverschiebern. 

und da kommt dann ein grüner, der direktkandidat peter minnebeck, der die flöhe husten gehört hat.  hier nachzulesen na ja, die grünen sind dem viehzeugs, egal ob klein oder größer, sicher etwas näher, so daß ich ihm das sogar glauben kann was er gehört hat bei den flöhen, daß es nämlich absprachen gäbe, die vg treis-karden der vg cochem zuzuschlagen und daß die adresse für den neuen verwaltungssitz auch schon feststünde in der ravenéstrasse.
solche gerüchte sind ja nix wirklich neues. hab ich hier auch schon gehört und von ungefähr kommt das auch net, was mir die leute hier sagen: "wirst sehen, wir werden nach cochem verschoben".

aber die hunsrücker wollens ja net anders. nen bürgermeisterkandidaten vom hunsrück gibts net, es wird denen, die bisher das sagen hatten auch in zukunft überlassen, wo es hingeht. 

die lenkungsgruppe unter der bewährten führung von herrn landrat schnur hats nun einfach. herr minnebeck erhielt auf seine entsprechende anfrage bei der einwohnerfragestunde im kreistag die antwort von herrn schnur, daß es keine vorabsprachen zwischen kreis, land und kreis-spd gäbe. mit wem gabs dann die absprachen, wenn nicht mit der kreis-spd. da war die verhandlungsrunde vermutlich ne andere.
und dann kam wieder die story mit den gutachten. man kanns bald net mehr hören. herr minnebeck hat anscheinend auch realisiert, daß diese gutachten nicht mehr als augenwischerei sein sollen. 

außerdem verwies herr schnur auf die eingesetzte lenkungsgruppe, die nichtöffentlich über die zukünftige zugehörigkeit der verbandsgemeinde spreche.
das ist doch bürgernähe par excellence - wie man das so kennt von unseren politikern. 
ich wär so gern in dieser lenkungsgruppe. wie kann man sich dafür bewerben?

und dann wies herr schnur nochmals darauf hin, daß der verbandsgemeinderat die entscheidung treffe, die mehrheitsverhältnisse kennen wir ja.  nicht er als moderator sei der entscheider, denn immerhin sei er als solcher ja neutral.

herr schnur hats leicht, seine hände in unschuld zu waschen, ich werd ihm dafür ne besonders waschwirksame seife sieden, damit wirklich nur die unschuld an den händen übrigbleibt.

ist doch schön, nun haben 2 leut ihre hände im spiel, die "ihr baby vg treis-karden" verteidigen, der ehemalige bürgermeister und jetzige landrat und der künftige bürgermeister und jetzige langjährige büroleiter.

bin mal gespannt, welche chancen uns da bleiben mit unserem mehrheitswillen.

Freitag, 11. Februar 2011

die Bürgermeisterei - heut in der Zeitung

jetzt stehts fest, die etablierten parteien schicken keinen bewerber ins rennen um den bürgermeisterjob der vg treis-karden. irgendwie zeugt das ja davon, was man von dieser geldverschwendung hält. 
oder ist man sich klammheimlich doch darüber einig, daß der einzige bewerber, der büroleiter der vg-verwaltung doch der richtige kandidat sei?

naja, das mit der "augenhöhe" wie vom lenkungsausschuß angepeilt, wird dann eher nix. herr führ ist sicher ein sehr rechtschaffener mensch, ich kenn ihn nicht, aber jemand, der sich fleißig in der verwaltung hoch"gedient" hat, mag auch weiter ganz korrekt seinen posten besetzen können, aber den quantensprung auf die augenhöhe hat er in seinem beruflichen leben nicht gelernt und die chance, daß er das in "seinem amt" schaffen kann, halte ich für sehr gering. 
nein, ich will ihm gar nicht die qualifikation für ein solches amt absprechen. in einer anderen, neuen vg, ohne den sehr lange geübten blick nach oben in richtung auf die treis-kardener und cochemer politische augenhöhe, könnte er möglicherweise erfolgreich sein, 
aber - der mensch ist nun mal ein gewohnheitstier ...
oder der prophet im eigenen land ....

deshalb wird er im amt des bürgermeisters ein willfähriger zuarbeiter derjenigen sein, denen er in der vergangenheit auch zugearbeitet hat. schade drum, da ist die chance, die der lenkungsausschuß und der vg-rat mit der teuren bürgermeisterei angestrebt hatten, vertan.
die spd-frau erwartet vom bewerber offenheit und neutralität. offenheit mag ja sein, aber neutralität von jemandem, der "sein baby" vg-verwaltung schützen will - bitte, wie soll das gehen?
sie meint ja, daß herr führ selbstverständlich ein maximum für die bürger der vg treis-karden rausholen wird. leider wird er das nur unter dem gut gelernten blickwinkel der paketverschiebung erreichen können, andere varianten sind höchstwahrscheinlich in sein weltbild nicht integriert. 
weil ich nicht glauben kann, daß die spd-frau das ernst gemeint hat, ordne ich das ein unter "politisches geschwätz vor der wahl".

was mich ja sehr wundert,  
wieso es keinen kandidaten aus den hunsrückdörfern gibt, 
die doch so vehement den umzug nach kastellaun wollen.
hier könnten die hunsrücker doch beweisen, zu was sie imstande sind. 

weil von draußen kommend, also nicht mit verwaltungsinternas überfrachtet, hätte ein hunsrücker die ganz große chance, auf augenhöhe zu verhandeln - nicht nur für die hunsrücker, sondern für das ganze vg-konstrukt und wirklich für die menschen in allen 3 regionen das optimale zu erreichen - ohne den absoluten blick auf die paketverschiebung, ohne das festhalten an möglicherweise überholten strukturen und politischen rangeleien.
wer weiß, vielleicht wär dieses alte konstrukt ja doch gut, ganz neu aufgestellt und unter absoluter respektierung aller betroffenen menschen.

das wär doch mal spannend - und zukunftsweisend.
nun, bis zum abgabetermin sind es noch paar tage, hoffentlich steht noch ein hunsrücker last-minute-kandidat in den startlöchern.

wenn ich ja nicht ne zugezogene hunsrückerin wär, könnt ich glatt drüber nachdenken ....

Mittwoch, 9. Februar 2011

Vergleich COC - SIM

kürzlich erzählte mir jemand, daß seine kfz-versicherung mit dem umzug von SIM nach COC erheblich günstiger geworden wäre. 
vergleiche auf den onlineportalen ergaben so große unterschiede, daß ich beim versicherungsmenschen meines vertrauens nachfragte. und - oh wunder, beim umzug nach SIM würde meine rechnung günstiger. 
woran liegt das?
wenn ich das richtig verstanden habe, legt jede versicherungsgesellschaft ihre regionalklassen selbst fest. 
bei meiner versicherung sieht das dann so aus:

Zulassungsbezirk
Haftpflicht
Vollkasko
Teilkasko
SIM
03
05
09
COC
06
05
09

und dann wirds für mich günstiger.
das müßte dann jeder interessierte bei seiner versicherung nachfragen. 
an was man nicht alles denken muß, wenn man umziehen möchte.


Gutachten & Statistiken - nochmal

hach, ich habs ja gewußt, konnts nur net so gut ausdrücken wie der statistikprofessor, der gestern im fernsehen auf ner interviewerbank saß und fragen beantwortete.
prof. dr. gerd bosbach stellte sein buch vor Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden
auf eine frage, nämlich die nach der 1% erhöhung der krankenversicherungsbeiträge in diesem jahr, die in wirklichkeit 7% sei, ließ er sich nicht ein - das werd ich dann gleich auseinanderdröseln, denn da ging mir dann auch ein lichtlein auf - hatte ich ja noch gar net düber nachgedacht.

weil ich die schönrechnereien nicht so gut erklären kann wie der herr professor, hier mal ein zeitungsbericht über einen vhs-kurs, den er zum gleichen thema in köln hielt.
besonders gefallen hat mir in diesem bericht die "lüge von der steigenden pflegebedürftigkeit" und die sache mit den gesundheitsausgaben ist auch net ohne.
ich sags doch, ich will 100 werden, und zwar topfit...

nun zur erhöhung der krankenversicherungsbeiträge:
1% hört sich ja nicht so wirklich nach viel an. damit kann keiner große sprünge machen, auch nicht die krankenversicherungen. bei 7% ist das schon etwas anders. das würde mancher angesichts minimaler gehaltsveränderungen dann doch etwas schamlos finden. nun, in der konsequenz wären es aber um die 7%, wenn nicht die beitragsbemessungsgrenze in diesem jahr idealerweise runtergefahren worden wär - aber das ist ein aufreger der anderen sorte ...

zu den 1% die dann 7% sind, hier mal ein beispiel mit runden zahlen:

krankenversicherungsbeitrag 14% von 1000 euro brutto  = 140 euro
krankenversicherungsbeitrag 15% von 1000 euro brutto  = 150 euro

also kriegt die krankenkasse nicht mehr 140, sondern 10 euro mehr
diese 10 euro, bezogen auf die bisherigen 140 euro sind - nein, nicht 1% sondern

100 : 140 * 10  = 7,14 %

da haben unsere krankenkassen einen super schnitt gemacht und können jetzt schön damit werben, daß sie keinen zusatzbeitrag erheben brauchen - aber das ist ein gaaaaanz anderes thema.

will damit nur mal wieder gezeigt haben, wie man mit netten zahlen sachverhalte für seine interessen schönreden kann. 

und wir sind weiter gespannt auf die gutachten, die uns demnächst schöne zahlen erzählen wollen.

Sonntag, 30. Januar 2011

"Die Brücke" 4/2011 und das Bauchgefühl

schon wieder 2 volle seiten zum thema kommunalreform, sowohl auf der titelseite  als auch auf  seite 3

unsere bürgermeister durften sogar mit aufs foto auf seite 3, aber sich äußern durften sie nicht, das übernahmen die fraktionen.
apropos foto: unser herr minister ist schon top: super durchgestylt nicht nur mit rotem schlips sondern auch mit gleichfarbiger arbeitsmappe.

mit überraschender übereinstimmung (findet man bei parteivertreterstatements selten) sprachen sich alle gegen ein "bauchgefühl" aus. sehr schade, denn dann ists in unserer kommunalpolitik mit der menschlichkeit auch net mehr weit her. 
der FDP gefällts ganz gut, "auf augenhöhe" verhandeln zu wollen. damit wären wir bürger dann außenvor, denn die politik versucht ja, uns bürger so kleinzuhalten, daß die augenhöhe net mehr passt, aber darüber an anderer stelle. 

ist eigentlich der schülertransport von mörsdorf nach kastellaun auch aus treis-karden organisiert? das weiß ich nicht. wenn ich das hier richtig sehe, besuchen sehr viel mehr mörsdorfer schüler die schulen in kastellaun als in treis. da wird doch schon in der kindheit der bezug zur hunsrückheimat hergestellt - aus gutem grund.
und wenn schon heimatsbezug, dann doch bitte mit hauptwohnsitz in einer hunsrück-vg.

dieser tage philosophierte ein kommentator in der rhein-hunsrück-zeitung über mehrheitsverhältnisse, wenn die "tiefschwarzen" hunsrückdörfer sich der vg kastellaun anschließen dürften. ob diese gewichtungen im anstehenden gutachten auch hin und her gerechnet werden?
in treis müßte man sich bei schwarz etwas mehr anstrengen, wenn wir nicht mehr dabei wären; dann wär die vorherrschaft nicht mehr ganz so deutlich, aber ist das unser problem? 
vielleicht würde ja dann die vielzitierte "augenhöhe" mal auf die augenhöhe der bürger verschoben - bei allen parteien.
schädlich wär das sicher nicht. 

im moment versuche ich mir das szenario vorzustellen, wenn die vg kastellaun signalisiert hätte, die ganze vg treis-karden aufnehmen zu wollen.
das eifeler bzw. moseler geschrei hätt mich interessiert.

Nachtrag:
in den letzten tagen waren fast täglich berichte übers dschungelcamp in der rhein-zeitung zu lesen. na ja, wer solche quoten einfährt, hats verdient. es outet sich zwar kaum jemand, daß er das auch gesehen hat, irgendwo müssen die millionen zuschauer aber herkommen.
ich habs mir übrigens auch einmal angeschaut, weil ich nach den vielen zeitungsüberschriften einfach neugierig war.
dschungelkönig wurde der typ, der am meisten emotionen zeigte. ein mann der sich nicht schämte, auch mal die tränen fließen zu lassen. er wurde von den ganzen vielen zuschauern gewählt.
ist das der neue zeitgeist, dann haben unsere fraktionäre aber was verpeilt.
wenn emotionen beim bürger derart wichtig sind, passt es gar nicht, wenn unisono von unseren politikern erklärt wird, in unserem veränderungsprozeß kein bauchgefühl mitschwingen lassen zu wollen.
damit ist beim bürger kein kreuzchen mehr zu gewinnen !!

Samstag, 29. Januar 2011

Vergleich Grundsteuer

dann trudeln dieser tage auch die grundsteuerbescheide ein.

wie schön, da gibts nichts zu vergleichen.

die grundsteuer ist eine gemeindesteuer. der hebesatz wird von der gemeinde festgesetzt.

wer mehr darüber wissen will, in wikipedia wirds ganz nett erklärt:

Vergleich Müllgebühren

zur zeit flattern uns die gebührenbescheide ins haus, deshalb jetzt mal eine vergleichsrechnung bei den müllgebühren.

wir dürfen in diesem jahr nochmal 186,00 € bezahlen für 12 leerungen der restmülltonne, egal ob wir diese 12 leerungen beanspruchen oder nicht.
weil der müllvertrag gekündigt ist, stehen die kosten ab dem nächsten jahr in den sternen.

was erwartet uns nun in kastellaun:
ein direkter vergleich mit unseren jetzigen müllgebühren ist einfach nicht möglich, dafür sind die berechnungsgrundlagen zu unterschiedlich. an pflichtleerungen gibt es nur 4, alle weiteren leerungen werden individuell abgerechnet.
hier finden sich die gebühren, aus denen ich meine vergleichsrechnungen für euch erstellt habe.

die berechnung ist personen- und haushaltsbezogen, deshalb ist ein einpersonenhaushalt in kastellaun viel günstiger als eine großfamilie.

wenn man einen komposter im garten stehen hat, braucht man keine biomülltonne zu nehmen. die jährlichen kosten sind dann den blauen zeilen zu entnehmen. das wurde mir soeben per mail bestätigt.
gleichzeitig erhielt ich die mitteilung, daß das abfallrecht des bundes eben mal in der überarbeitung wäre und von daher zu künftigen entsorgungskosten deshalb keine prognosen möglich seien. 
deshalb jetzt mal beispiele aufgrund der aktuellen gebührensatzung.



1 Person 60 l 2 Personen 120 l 3 Personen 120 l 4Personen
120 l
5 Personen 240 l
Haushaltsgebühr 3,54 5,51 7,48 8,86 10,23
Grundstücksgebühr 2,81 2,81 2,81 2,81 2,81
Bioabfall 120 l 3,32 3,32 3,32 3,32 3,32
mtl. Festgebühr 9,67 11,64 13,61 14,99 16,36
jährl. Festgebühr 116,04 139,68 163,32 179,88 196,32
Entleerungsgeb. 4 Entl. 9,40 17,88 17,88 17,88 34,76
jährl. 4 Leerungen 125,44 157,56 181,20 197,76 231,08
jährl. 8 Leerungen 134,84 175,44 199,08 215,64 265,84


ohne Biomülltonne




jährl. 4 Leerungen 85,60 117,72 141,36 157,92 191,24
jährl. 8 Leerungen 95,00 135,60 159,24 175,80 226,00


falls noch andere beispiele erwünscht sind, sagt mir das, die liste läßt sich leicht ergänzen.

Freitag, 28. Januar 2011

Ohne euch sind wir ärmer ...

heute hat die RZ meinen vorerst letzten leserbrief zum hiesigen thema abgedruckt - leider hat man ihn gekürzt, unter anderem um meine treffendste aussage als antwort auf 3 leserbriefe am mittwoch, wo die RZ titelte: Ohne euch sind wir ärmer.

dann gibts jetzt hier die ungekürzte version meines heute veröffentlichten leserbriefes.

oh oh, da wollen sich paar Leut auf mich einschießen; das hab ich aber gar nicht verdient. Dann will ich Ihnen meinen Standpunkt mal ganz klar verdeutlichen:
Vor vielen Jahren hatte ich für mich beschlossen, diesen Politikzirkus zu ignorieren, ich sehe Taktieren um Machtpositionen, rücksichtsloses Kämpfen um den eigenen bzw. den Vorteil einer Gruppe - in meinem Bild von der Welt wirkt das sehr destruktiv; mit der Konsequenz, daß ich dieses Thema sehr viele Jahre ausblendete. Nun dachte ich, in einem so überschaubaren Gemeinwesen wie einem Dorf, einer Verbandsgemeinde sei das anders, sei das persönlicher. Man kennt sich, geht auf die Bedürfnisse des einzelnen Bürgers sehr viel individueller ein, als das in der Mainzer-/Berliner Politik der Fall sein kann.

Aus meiner Sicht ist es absolut RESPEKTLOS, wie von den VG-Gremien in Treis mit unserem überdeutlichen Mörsdorfer Mehrheitswillen umgegangen wird. Sich hinter Paragrafen und Formalien zu verschanzen, ist Politikern, die man vielleicht sogar persönlich kennt, die einem immer mal übern Weg laufen können, nicht würdig. Wenn diese Respektlosigkeit vor dem einzelnen Bürger sogar auf kommunaler Ebene um sich greift, und unsere Politiker scheinen auf dem besten Weg dahin, na dann arme Welt. Da muß sich keiner wundern über Politikmüdigkeit/-verdrossenheit der Bürger, über mangelnden Gemeinsinn, über immer mehr um sich greifende Respektlosigkeit - immerhin haben Politiker als Menschen der Öffentlichkeit Vorbildfunktion. Dieser Verantwortung sollten sie sich täglich bewußt sein.

Nun zu den Leserbriefen, in denen ich persönlich angesprochen wurde:
Herr Zenz, selbstverständlich hab ich mir auch die andere Seite angeschaut. Es geht doch gar nicht darum, wie weit wir zu unserem Verwaltungssitz zu fahren haben; mir ist sehr bewußt, daß wir in spätestens 10 Jahren das meiste online erledigen können.
Werden wir allerdings mit der VG Kaisersesch verbandelt, dann sind die Mehrheitsverhältnisse noch weit mehr zu unseren Ungunsten; ein paar Hunsrücker in einer von Mosel und Eifel dann noch stärker dominierten VG. Wie Sie richtig schreiben, ist Wirtschaftsförderung in Kaisersesch angesiedelt, Tourismus an der Mosel - und was bleibt für uns? Oder soll die Solidargemeinschaft, die bei der Windkraft angestrebt wird, auch dahingehend Bedeutung gewinnen, daß wir hier auch von der Kaisersescher Wirtschaftskraft und vom Moseltourismus profitieren?
Bisher sehe ich das, zumindest bezogen auf den Bereich Tourismus, im Vergleich zur Mosel, nicht sehr deutlich. Mörsdorf ist ein Luftkurort, bei der "Mosel"touristik fallen wir als Hunsrückort doch irgendwie durchs Raster. Früher in Mörsdorf ansässige Gewerbebetriebe, die auch Arbeitsplätze anboten, sind jetzt in Kastellaun. Wurde versucht, diese örtlichen Arbeitgeber mit Förderungen in Mörsdorf zu halten? Wir wollen nun sicher nicht den Anblick von Windrädern, wenn per einziger Solidargemeinschaft dann der Erlös woanders hin wandert. Die Strukturverbesserungsgelder des Ministers werden vermutlich auch per demokratischem Mehrheitsbeschluß der neu zu bildenden VG rechtlich einwandfrei und politisch korrekt in den Mehrheitsgegenden eingesetzt.

Ja, es stimmt, wir werden Randgebiet bleiben, hier wie dort. In einer Hunsrück-VG mit homogenen hunsrücker Strukturen hätten wir aus meiner Sicht eher die Chance, gleichberechtigt mit den anderen Hunsrückdörfern unser Dorf weiterzubringen. Im übrigen würden auch in einem solchen Fall "Hochzeits"prämien gezahlt werden. Zwangsverheiratung ist UNMORALISCH. Ohne uns wärt ihr ärmer, titelt die RZ den Leserbrief leicht abgewandelt. Das stimmt, und nur darum geht es. Wären wir eine bis über alle Ohren verschuldete Gemeinde, dann müßten wir diesen Dialog heute wahrscheinlich nicht führen, dann dürften wir mit Kußhand gehen.
Herr Reuter aus Lütz: Daß die Gemeinde Lütz eher zur Mosel als zum Hunsrück tendiert ist klar, wenn man auf eine Landkarte schaut. So soll es dann auch sein. Sie berufen sich mit dem gleichen Zynismus wie der Herr Minister darauf, daß wir Mehrheiten brauchen, um unseren Mörsdorfer Mehrheitswillen durchsetzen zu können. Sie verschanzen sich hinter einem Gesetz, das eine ganze Menge Mängel aufweist. Der Minister hat mehrfach gesagt, daß die Option des Ausscherens aus einem VG-Konstrukt sehr schwierig sei. Diese Möglichkeit des Ausscherens ist aber im 1. Gesetz KVR eindeutig vorgesehen. Dann muß die Politik auch dafür sorgen, daß Gesetze in ihrer Gänze ohne Schwierigkeiten umgesetzt werden können. In anderen VG's waren Abspaltungen möglich - wir haben doch bei uns das gleiche Gesetz umzusetzen, oder etwa nicht? Tja, ohne uns wären sie ärmer ...
Ich zweifle auch nicht an den Fähigkeiten von Herrn Landrat Schnur, aber was seine Moderatorfunktion angeht, da hätte ich mir lieber jemanden gewünscht, der die VG Treis-Karden nicht so gut kennt und von daher mit offenem Geist in alle Richtungen moderieren kann ohne von Emotionen für "seine VG" eingeholt zu werden.
Herr Wehner aus Binningen: Mag sein, daß Sie sich auch mal für unsere Hunsrücker Minderheit eingesetzt haben, das weiß ich nicht, ich will da auch niemandem persönlich zu nahe treten. Meine Meinung zu all dem hab ich weiter oben bereits geschrieben, alles andere wäre Wiederholung.
Nur eines noch an alle in diesem Thema gegen uns Agierenden: diese ganze politische Taktiererei, wo es gar nicht mehr um die Menschen und deren Gefühle und Bedürfnisse geht, sondern nur um Machtpositionen, ist mir extrem suspekt - und ich fühle mich da mittendrin überhaupt nicht wohl. 
In diesem Sinn verstehe ich es auch, daß nicht noch mehr Leute sich zu Wort gemeldet haben - RESIGNATION nennt man das -
Sie dürfen stolz drauf sein, was Sie damit in unserer DEMOKRATIE erreicht haben. 

Setzen Sie Ihre Positionen gegen uns durch. Vertrauen und Respekt von mir und von vielen anderen Bürgern dürfen Sie dafür nicht erwarten.

Donnerstag, 27. Januar 2011

GELD oder LIEBE

Geld oder Liebe - da gabs doch diese fernsehshows, aber darauf will ich nicht hinaus, das wortspiel gefällt mir jetzt einfach für das, was mir aus den tippfingern rauswill.

bei unseren politikern und meinem hier aktuellen thema gehts ums geld - nur ums geld.
das wollen sie uns per gutachten hin und herrechnen, bis es so passt, daß wir zufrieden dorthin ziehn, wo sie das wollen,
aber darüber an anderer stelle.

momentan warten wir auf ein von herrn minister bruch in auftrag gegebenes gutachten für die hunsrücker. da würde mich die genaue aufgabenstellung sehr interessieren, denn davon hängt ja ab, welche antworten das gutachten geben wird.
egal wie, es geht NUR um geld. 

geiz ist geil - hört man heutzutags auch immer wieder, ist auch ein sehr präsentes thema - manchmal können es sich die leute einfach nicht mehr leisten, was ihnen so schön in der fernsehwerbung als wünschenswerter lebensstil suggeriert wird. dann muß der geiz her, dann wird bei hochwertigem im sinn von lebensqualität gegeizt um sich den beworbenen stil leisten zu können.

und jetzt kommt ein phänomen:
in mörsdorf wurden unterschriften gesammelt für unseren umzug nach kastellaun. von mehr als 350 leuten waren es weniger als 10, die sich nicht eindeutig für diesen umzug entschieden. wo bleibt denn da der geiz? -
wo wir doch noch gar keine gutachten haben, die uns sagen, daß der umzug auch billiger wird.
nun kann keiner sagen, daß 350 leute kopflos irgendwas unterschrieben hätten, dafür wärens paar zuviel gewesen. da muß was anderes dahinterstecken. vielleicht liebe? vielleicht das rückbesinnen auf größere werte?

und schon sind wir bei der überleitung zum zweiten teil des titelwortspiels.
was hat die mörsdorfer zu diesem fast einstimmigen votum bewegt?

die liebe zur hunsrückheimat?
das sichzuhausefühlen und dann zuhause auch seinen hauptwohnsitz haben wollen?
das gefühl, sich auf geld nicht mehr verlassen zu können und beständigeres im leben zu etablieren?

so schön und überzeugend können keine zahlen und fakten sein, um LIEBE ausstechen zu können.

nur eins ist zur zeit noch größer: die grenzenlose überheblichkeit von politikern, die denken, sie könnten gegen die gefühle der menschen ankommen. dafür ernten sie gewiß keine liebe.

bitte denkt mal darüber nach und wenn euch meine gedanken gefallen haben, dann druckt sie aus für leute, die nicht im internet lesen.

Mittwoch, 26. Januar 2011

die Blogstatistik

hilfe, heute schlägt meine blogstatistik wirklich sämtliche rekorde. soviele zugriffe hatte ich noch an keinem tag.
was wollt ihr wissen? 

wie ich auf die 3 leserbriefe in der RZ reagiere?
am liebsten auch in der zeitung - aber auch diese leserbriefe konnten meine meinung nicht maßgeblich revidieren.

Samstag, 22. Januar 2011

Gestern in SWR4

für die, die es nicht gehört hatten im radio:

swr4 berichtete über unsere veranstaltung in lieg und andere beispiele, wie kommunalreform gemacht werden kann.
die vg neumagen-dhron wird auch aufgeteilt auf umliegende gebietskörperschaften - warum soll das nun bei uns nicht gehen? die signale aus kastellaun sind durchaus positiv und ne gemeinde mit sanierungsstau sind wir auch net. also: Let's go for it ...

weitere kommentare, auch dazu, wie sich herr kugel krampfhaft an formalien klammert, erspar ich mir jetzt mal. 

Freitag, 21. Januar 2011

In Lieg beim Minister

schön wars in lieg mit dem herrn minister.
sehr charmant - wie man ihn halt so kennt, rotschlipsig gekleidet, also in sachen wahlkampf unterwegs und gebetsmühlenartig vom demokratischen entscheidungsprozeß erzählend.

wo wir doch alle wissen, daß die mehrheitsverhältnisse in dieser vg-konstellation nicht so wirklich für uns sind.
wenn die moseler mal heftig husten bei ner entscheidung, dann bleibt für die berge auf beiden seiten keine mehrheit mehr zu gewinnen, nicht mal wenn sie sich zusammentäten.

eins muß frau ihm ja neidlos zugestehen: rhetorisch ist er richtig gut drauf.
nur eins hat mich gestört - paarmal meinte er, wir würden vordergründig "mental" nach kastellaun wollen. ich hätts dann aber doch lieber "emotional".
ja, das ist ne emotionale kiste, wir sind hier hunsrücker und wollen als solche respektiert werden. die zahlen und das procedere sind sicher auch wichtig, aber vermutlich nicht ausschlaggebend bzw. zweitrangig.

als besonders schwierig stellte er die verteilung bzw. weitergabe von vermögen und schulden dar. das hört sich so an, als hätte man bei der gestaltung des gesetzes nicht drüber nachgedacht, was da auf die zukäme, die das gesetz dann mit leben erfüllen sollen. 
schwierig - schwierig.

herr bruch versuchte uns auszubremsen, indem er uns argumente in form von neuen gutachten anbot. positiv dabei war, daß es nun auch gutachten geben wird, die unsere gewünschte umzugssituation beleuchtet. hoffentlich geht das gut, denn richtige antworten gibts zwangsläufig nur auf richtige fragen bzw. aufgabenstellungen.
unser gesunder menschenverstand und unsere herzen wissen heute schon die richtigen antworten.
und hoffentlich kennen diese gutachter den spruch "wessen brot ich ess, dessen lied ich sing" noch nicht; denn das ministerium bezahlt die gutachten, wenn ich das richtig verstanden habe. 

herr landrat schnur, der leiter der lenkungsgruppe, ist erstmal nicht so gut bei weggekommen auf seinem podiumsplatz. ganz am anfang der veranstaltung wurde seine neutralität in frage gestellt. daraufhin sagte er gar nix mehr, er ist fast geplatzt an all den wörtern, die er runterschlucken mußte. ziemlich zum schluß wurde er konkret angesprochen und nach seiner meinung gefragt. daraufhin erzählte er uns mit vielen wohlgesetzten worten, daß er die gruppe absolut neutral moderieren werde. er durfte also ohne an seinen worten zu platzen, nach hause gehen, aber er hatte die an ihn gerichtete frage nicht beantwortet.
man darf gespannt sein - langweilig wirds hier gewiß net.

inzwischen versteh ich auch, warum ich weder in der wkw-gruppe noch im blog irgendeine resonanz bekomme. in lieg waren es auch nur mal ein gutes dutzend leute, die sich zu wort meldeten - und das in der vollen halle. vorteilhaft für uns, denn die claqueure von herrn kugel mit seiner paketverschiebemeinung hörten sich im vergleich zu uns ziemlich dürftig an.

ist zivilcourage wirklich was so schlimmes?
nee nee, ich laß mich auch in zukunft nicht davon abhalten, meine meinung kundzutun.

und zwar so lange, bis wir mit unserer hunsrücker- bzw. mörsdorfer mehrheitsmeinung respektiert werden.
am tag der unterschriften wird dieser blog gelöscht werden, ich freu mich heut schon auf erfreulichere themen - es gibt noch so viele ....

zum ende der veranstaltung, als schon die meisten leute dem ausgang entgegenstrebten,  übergab unser fleissiger mörsdorfer unterschriftensammler seine sammlung dem herrn minister - leider ohne die öffentlichkeit, die diese immense arbeit verdient hat. 
ganz herzlichen dank dafür von meiner seite.

und dann hab ich einer der anwesenden politikerinnen gedroht:
wenns hart auf hart geht, umrunden wir unser dorf mit asterix's hinkelsteinen.
noch lacht sie drüber .... 

Mittwoch, 19. Januar 2011

Vergleichszahlen Treis-Karden <-> Kastellaun

hier sind sie nun, die vergleichszahlen, die uns zeigen, daß es uns in kastellaun gut bis besser geht:


Kommunal- und Verwaltungsreform
Vergleichszahlen





Umlagen



Rhein-Hunsrück-Kreis 44,74%

Cochem-Zell
40,00% in 2010


42,00% in 2011





VG Treis-Karden
42,40% }keine zusätzl. Umlagen
VG Kastellaun
34,00%





Schulden





Gesamt je EW
VG Treis-Karden VG 3.208.000,00 € 364,00 €

Eigenbetr. 13.412.000,00 € 1.521,00 €





VG Kastellaun VG 3.744.000,00 € 252,00 €

Eigenbetr. 6.441.000,00 € 434,00 €





Steuereinnahmekraft 2008



Gesamt je EW
VG Treis-Karden StEKraft 4.548.616,00 € 507,00 €

GewstE 1.062.170,00 € 118,00 €

GdeESt. 2.459.327,00 € 274,00 €

GdeUSt. 133.448,00 € 15,00 €





VG Kastellaun StEKraft 9.904.326,00 € 666,00 €

GewstE 3.557.907,00 € 239,00 €

GdeESt. 4.160.871,00 € 280,00 €

GdeUSt. 402.041,00 € 27,00 €





Wasser



Kreiswasserwerk Cochem 0,95 €/cbm    + MwSt.
Grundpreis
41,50 €    je Anschluß





Rhein-Hunsrück-Wasser 1,25 €/cbm    + MwSt.
Grundpreis
90,00 €    je Anschluß





Wiederkehrender Beitrag Abwasser
VG Treis-Karden 2010 0,32 €/qm   Berechnungsfläche
VG Kastellaun 2010 0,22 €/qm   Berechnungsfläche





Schmutzwasser


VG Treis-Karden 2010 2,87 €/cbm

VG Kastellaun 2010 1,94 €/cbm       2011    2,06 €/cbm
Abwasserabgabe

VG Treis-Karden 2010 0       2011      0
VG Kastellaun 2010 0,17 €/cbm       2011      0





Abfallentsorgung


Cochem-Zell
186,00 €/Jahr 12 Leerungen/Jahr
Rhein-Hunsrück-Kreis 117,72 €/Jahr 2 Pers., 4 Leerungen


157,92 €/Jahr 4 Pers., 4 Leerungen


 

Mörsdorf Lieg Lahr Zilshausen


in T € in €/EW in T € in €/EW in T € in €/EW in T € in €/EW
Schulden **) 212 310 208 509 58 345 166 534
Steuereinnahmekraft *) 245 359 145 341 73 410 149 467
Gewerbesteuereinnahmen 17 26 3 6 1 6 27 86
GdeAnteil Einkommensteuer 158 232 109 257 55 309 88 276
GdeAnteil Umsatzsteuer 7 10 2 6 0,5 3 4 13
Gemarkungsfläche 17,37qkm
9,69qkm
3,6qkm
6,63qkm
Einwohner 668
396
164
308


*) Steuereinnahmekraft
Unter Steuereinnahmekraft versteht man die Realsteueraufbringungskraft erhöht um die Gemeindeanteile an der Einkommen- sowie der Umsatzsteuer und reduziert um die Gewerbesteuerumlage.
Die Realsteueraufbringungskraft gibt an, wie hoch das Aufkommen aus der Grundsteuer A und B sowie der Gewerbesteuer gewesen wäre, wenn alle Gemeinden bei jeder dieser Realsteuern den gewogenen landesdurchschnittlichen Hebesatz angewandt hätten.

**) Schulden der Gemeinde/des Gemeindeverbandes
Nachgewiesen werden alle Schulden am Kreditmarkt und bei öffentlichen Haushalten, für die die Kommune Schuldner ist, auch wenn sie den Schuldendienst nicht trägt.