... und wieder mal ein aufreger in der zeitung, lokalteil cochem, 10.1.2011:
leider kein link zum selberlesen
herr jung hält auf dem neujahrsempfang sozusagen seine abschiedsrede.
er preist seinen erfolg beim solidargemeinschaftlichen konsens der bürgermeister beim thema windkraft. gäbs diese solidargemeinschaft doch in allen belangen der vg, dann wären wir heute vielleicht nicht so aufsässig und würden vielleicht nicht eigene wege gehen wollen.
aber das war gar nicht mal mein aufregerthema.
Ich zitiere mal aus der zeitung (hoffe, ich darf das, wenn nicht, sagt es mir bitte):
Titel:
Bürger sollen über Kommunalreform entscheiden.
resumeeblock mitten im bericht:
"Die Bürger müssen selbst bestimmen, sonst gibt es einen Aufstand."
Der scheidende VG-Chef Albert Jung plädiert für eine Volksabstimmung, was den Fusionspartner für Treis-Karden angeht.
textauszug aus dem bericht:
Noch herrsche Ruhe, aber das könne sich ändern, meinte der Bürgermeister und sprach sich, auch mit Blick auf die Proteste in Stuttgart, für eine Volksabstimmung über eine Fusion der VG Treis-Karden mit anderen Verbandsgemeinden aus."Die Bürger müssen selbst bestimmen, sonst gibt es einen Aufstand" warnte Jung. Der Wille der Bürger sei anzuerkennen, forderte er nachdrücklich.
**zitatende**
also, ich find es ziemlich dreist, uns für so dumm zu halten, daß wir die scheinheiligkeit dahinter nicht erkennen. deshalb mußte ich mal wieder einen leserbrief schreiben. heute wurde er, etwas redigiert, veröffentlicht.
ich kopiere hier mal meine version rein, der inhalt ist der gleiche, die ausdrucksweise in der zeitung ist teilweise etwas gefälliger:
Herr Jung plädiert in seiner Abschiedsrede auf dem Neujahrsempfang in Treis-Karden für einen Volksentscheid, wohin die VG Treis-Karden fusionieren soll. So ist er nun mal, der Herr Jung - publikumsnah. Herr Jung will immer noch die komplette VG Treis-Karden fusionieren lassen, mit wem auch immer. Das geht an der momentanen kontroversen Diskussion komplett vorbei.
Schauen wir uns das Konstrukt der VG Treis-Karden doch mal an:
Quelle: offizielles Wahlergebnis der Verbandsgemeinderatswahlen 2009 http://www.wahlen.rlp.de/
Die Verschiebungen für die Wahl in 2011 sind marginal.
In der VG Treis-Karden teilt sich die Zahl der Gesamt-Wahlberechtigten auf in Mitbürger aus den
Eifelgemeinden 2.386
Moselgemeinden 3.435
Hunsrückgemeinden 1.584
Wenn jetzt per Volksentscheid abgestimmt werden soll, wohin die VG Treis-Karden fusionieren soll, sind die Hunsrückgemeinden immer in der Minderheit und wir erleben mit einem politischen Schulterzucken: Das Volk hat entschieden, aber ihr seid überstimmt.
Schauen wir uns das Konstrukt der VG Treis-Karden doch mal an:
Quelle: offizielles Wahlergebnis der Verbandsgemeinderatswahlen 2009 http://www.wahlen.rlp.de/
Die Verschiebungen für die Wahl in 2011 sind marginal.
In der VG Treis-Karden teilt sich die Zahl der Gesamt-Wahlberechtigten auf in Mitbürger aus den
Eifelgemeinden 2.386
Moselgemeinden 3.435
Hunsrückgemeinden 1.584
Wenn jetzt per Volksentscheid abgestimmt werden soll, wohin die VG Treis-Karden fusionieren soll, sind die Hunsrückgemeinden immer in der Minderheit und wir erleben mit einem politischen Schulterzucken: Das Volk hat entschieden, aber ihr seid überstimmt.
In dem Zeitungsbericht steht nicht, daß der Wille einzelner Gemeinden oder topografischer Gebiete Berücksichtigung finden soll. Wenn ich das richtig interpretiert habe, ist das politische Ansinnen nach wie vor, nur die gesamte VG zu verschieben.
Falls der Bürgerentscheid so aussieht, daß eine gemeindebezogene Entscheidung sagt, wohin umgezogen wird, die Hunsrücker auch die Möglichkeit haben, bei "Umzug nach Kastellaun" ein Kreuzchen zu machen und der VG-Rat dem dann auch zustimmt, so soll es auch uns Hunsrückern recht sein - denn das wäre Basisdemokratie und nicht das uns Bürgern nicht vermittelbare krampfhafte Festhalten an der jetzigen heterogenen Struktur.
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