Samstag, 25. Dezember 2010

Medienberichte (2)

aus wkw
16.12.2010
nachdem jetzt während 2 tagen hunsrücker leserbriefe zum thema in der rhein-zeitung waren, deren schreiber sich eindeutig dafür aussprachen, daß wir gefragt werden wollen, wohin wir verschoben werden, gibt es jetzt wieder einen link, diesmal zur "brücke" nr. 50/2010

es handelt sich dabei um die niederschrift der gemeinderatssitzung vom 1.12.2010, worin ziemlich klar zum ausdruck kommt, was wir wollen.

eines versteh ich aber inzwischen nicht mehr:
wozu brauchen wir ein irgendwie geartetes gutachten? das was solch ein gutachten kostet, könnte in den gemeinden viel besser angelegt werden.

wir wissen doch was wir wollen, unser gesunder menschenverstand funktioniert prächtig - das beweist die weitestgehende meinungsübereinstimmung.

ich hatte ja gehofft, daß nach den sehr wortreichen statements der herren schnur und jung die andere/unsere meinung in dieser "brücke" auch, wenn auch nicht auf der titelseite, so doch auf seite 2 hätte zu wort kommen dürfen, aber leider ....
das sind die unterschiede, die da gemacht werden.

manchmal denk ich, ich sollte meine idealistischen ideen mal etwas zurückschrauben. ist vielleicht nicht mehr zeitgemäß - schade eigentlich.

das hindert mich aber nu nicht daran, an anderer stelle meine meinung zur moral der politik zusammenzuschreiben.

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21.12.2010
letzten samstag in der rhein-zeitung:

da dürfen wir uns aber freuen, ist ja bald weihnachten.
der innenminister kommt mitsamt seinen ministerialbeamten aufn hunsrück.
kommt er nu, weil er uns helfen will, oder soll das ergebnis der diskussion sein, daß er pfründe retten hilft?
wir werdens erleben.

im gleichen artikel steht der bericht von herrn jung, daß er das gutachten auf den weg gebracht hat - ich zitiere:
"für die Untersuchung von möglichen Fusionen der VG Treis-Karden mit den benachbarten Verbandsgemeinden Untermosel, Kaisersesch und Cochem."

ja hallo, hats der herr immer noch nicht kapiert, dieses gutachten geht an den anforderungen knapp vorbei. wir wollen in der paketverschiebung der vg treis-karden nicht dabei sein. 

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premiere - der allererste leserbrief in meinem leben - und die rhein-zeitung hat ihn sogar abgedruckt :-)

weils mein eigener text ist und ich keinen leserbrieflink finden konnte, kopier ichs mal hier rein:

Gebetsmühlenartig wurden die Hunsrücker, die sich innerhalb der Kommunalreform nach Kastellaun orientieren, während der letzen Wochen auf ein von Treis-Karden beauftragtes Gutachten verwiesen. Was sollen wir mit Ergebnissen eines Gutachtens anfangen, das von ganz falschen Voraussetzungen ausgeht? Wenn das grundlegende Datenmaterial schon falsch ist, also unser ausdrücklicher Wunsch nicht berücksichtigt, kann das Ergebnis unmöglich richtig und gut sein.
Zudem haben die Gutachter noch paar vermeintliche Trümpfe im Ärmel, ich nenne da als Beispiel das Will-Rogers-Phänomen oder das Simpson-Paradoxon. Wer mehr darüber wissen will, darf gerne in der WKW-Gruppe LaLiMöZi (steht für Lahr Lieg Mörsdorf Zilshausen) nachlesen und mitdiskutieren.

Wofür brauchen wir überhaupt Gutachten?
Der gesunde Menschenverstand der Mörsdorfer weiß schon seit mindestens 40 Jahren, daß eine Hunsrückanbindung für uns die bessere Lösung ist. Wasser, Müllabfuhr usw. kosten hier wie dort unser Geld, das eine wird teurer sein, das andere günstiger - unterm Strich wird es sich nicht viel geben.
Muß sowas für Zigtausende Euros von Gutachtern festgestellt werden? Was könnte man mit diesem Geld nicht alles auf den Weg bringen. Unser gesunder Menschenverstand wär kostenlos.
Was sagt eigentlich der Rechnungshof Rheinland-Pfalz dazu?

Wo sind heutzutags die Politiker, die noch selbst Entscheidungen treffen können, wo ist deren gesunder Menschenverstand? Bei dieser überall in der politischen Landschaft um sich greifenden Unsitte, für jedes Thema teure Gutachten zu bestellen, sind die Politiker doch letztendlich obsolet. Da könnte sich auch der Gutachter auf die Bühne stellen und Entscheidungen verkünden. Gibt es in den Verwaltungen vor Ort keine Kompetenzen mehr, die Entscheidungsvorlagen für die Politiker anfertigen? Früher war das mal so.

Und die Aufteilung der VG Treis-Karden ist doch fast zwangsläufig, da brauchts nur einen Blick auf ne Landkarte, Eifel zur Eifel, Mosel zur Mosel, Hunsrück zum Hunsrück - wo ist eigentlich das Problem?

Die Politiker, die uns woanders zwangsverheiraten wollen, sollten sich was schämen, denn denen gehts nicht um unsere Interessen...

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